Das Glück - in sich glücklich sein

Wow, ... was für ein Titel. "Das Glück - in sich glücklich sein". Da werden jetzt garantiert ganz große Erwartungen geweckt. Ich meine, ich hätte ja auch den Titel für heute etwas anders wählen können. So beispielsweise "Vom Glück - in sich glücklich sein", oder "Über das Glück - in sich glücklich sein". Aber nein, so bin ich eben. Bei mir, da muß jedes Wort wohl überlegt und mit Sorgfalt reflektiert sein. Ach, was sage ich da ... Jedes Wort? Nein, nicht nur jedes Wort, sondern jeder Satzbau, jedes semantische Bruchteil erscheint nicht dem inneren Zufall überlassen zu werden können.

Leute, ja ich weiß es doch selber. Meine kurzen Geschichten, nun, die sind eben immer etwas nachdenklich reflektiert und mit so einem gewissen Touch an Melancholie versehen. Nicht so locker leger und amüsant zum Schmunzeln, ja zum Lachen, wie bei Holger von den "Pösen Puben" und seinem genial-kultigem Buch, aus dem er uns hier vor drei Wochen vorgelesen hatte. Das war geil; das Buch mußte ich mir natürlich sofort kaufen ... Und, ich freue mich jetzt schon darauf, von Holger noch mehr zu lesen.

Jetzt sitze ich hier und lese Euch etwas über "Das Glück - in sich glücklich sein" vor. An einem Samstag Abend, ausgerechnet, wo die Leute nach harter, mühseliger Arbeit der Woche doch eigentlich eher entspannen würden wollen, ... oder lachen, ... oder Party feiern, ... So bin ich eben.

Aber, wieso ausgerechnet "Das Glück - in sich glücklich sein"? Ein schier unendliches Thema, zu dem sowieso schon so zahlreiche Abhandlungen verfaßt worden sind, von berühmten Philosophen der Antike, wie Konfuzius, Platon oder Diogenes, über Gelehrte des Mittelalters, wie die Äbtissin Mathilde von Essen bis in die heutige Zeit hinein. Nicht zu vergessen "Der kleine Prinz" sowie dessen nicht minder berühmte und berüchtigte "kleine Schwester".

Neulich, also vor etwa drei Wochen, da bekam ich Besuch von meinem langjährigen Jugendfreund aus Spanien. Seit über dreiunddreißig (33) Jahren kennen wir uns nun schon. Damals, in Madrid, wo wir uns zum ersten Mal begegneten, waren wir noch zwei ganz junge, pubertierende Teenager. Wow, ... was für ein attraktiver, gut aussehender Mann ist in all den Jahren aus ihm geworden! Leute, glatt zum Sich-verknallen ... Hach, würde ich doch nur auf Männer stehen, ... die geilste Romanze meines Lebens wäre nicht mehr ausgeschlossen ... Ach, was schreibe ich da? Wohl möglich die geilste Romanze der gesamten Menschheitsgeschichte ... Selbst ein Don Juan oder ein Giacomo Casanova wären vor Neid glatt verblaßt.

Bescheidenheit? Nein, Bescheidenheit geht mit hier vollkommen ab. Wer mich kennt, dem dürfte meine fresche und unersättliche Arroganz nicht ganz unbekannt geworden sein. Auch das bin ich!

Das besondere an der Situation war, daß wir, also mein Jugendfreund und ich, daß also wir seit etwa elf (11) Jahren den Kontakt leider verloren hatten und erst durch einen wundervollen Zufall wieder gefunden haben. Beim Aufräumen und Aussortieren alter Unterlagen entdeckte ich einen alten Brief von ihm, den er mir damals geschrieben hatte. In diesem Brief standen auch eine alte Telefon- sowie eine alte Handy-Nummer und, als ich ganz vorsichtig, ja fast zögerlich die eine Nummer anwählte, man mag es kaum glauben, aber beide Nummern waren noch immer die seinen. In all diesen Jahren änderte er nie seine Telefon- oder Handy-Nummer, weil er stets darauf hoffte und wartete, wir würden uns wieder finden!

Einfach eine ganz irre Situation.  Man, Leute, Ihr müßt Euch das erst einmal vorstellen ... Vor elf (11) Jahren, also im Jahre 2000, verlor sich unsere gemeinsame Spur in den Wirren des Alltags. Genauer gesagt, in den Wirren meines damals schier lebensunfähigen Alltags. Und, hätte ich nicht durch wahrlich puren Zufall diesen alten Brief gefunden, ... Nicht auszudenken, wie traurig die heutige Kurzgeschichte zu dem  Thema "Das Glück - in sich glücklich sein" geraten wäre.

Das eigentlich ganz Irre an dieser Situation war aber etwas ganz Anderes und Besonderes. Denn, als ich  - fast wieder so schüchtern wie damals in meiner Jugend -  meinen Jugendfreund anrief, wußte er ja noch nicht, daß ich ja inzwischen seit nun sechs (6) Jahren eine "Transe", also als Frau (Transgender) lebe, und bereits seit etwa ein-einhalb Jahren postOP bin.

Selten, ganz, ganz selten in meinem obsoleten Leben habe ich mich jemals dermaßen über ein Wiedersehen gefreut, wie dieses! Ich könnte heulen vor Freude. Selten war ich innerlich so aufgeregt, wie die letzten Tage bis zu seinem Besuch, neulich, hier bei mir in Frankfurt, ... Hier, in meinem neuen Leben. Fragen, Zweifel, Ängste einerseits, Freude, Wünsche, Hoffnung andererseits. Wie würde er darauf reagieren, daß ich ja doch eine Frau bin? Leute, er kannte mich ja bisher ausschließlich als Junge, als Mann. Bis zu meinem Anruf wußte Er ja partout nichts davon, daß ich inzwischen als die Frau lebe, die ich zweifelsfrei bin; eigentlich von Geburt an war, bin und hätte sein sollen.

Es war Dienstag Abend, als er, mit dem Flugzeug aus Madrid nach Frankfurt kommend, endlich vor meiner Wohnungtüre stand und wir uns hoch erfreut und ganz herzlichst in die Arme nahmen. Es folgte ein wunderschöner Abend, es gab natürlich unendlich viel zu erzählen, zu berichten ... und, ja klar Leute, er übernachtete auch bei mir. Äähm, ... bei uns. Natürlich.

Nein! Und, um Eure fragenden Blicke sogleich zu beantworten: nein, wir haben nicht im selben Bett zusammen geschlafen. Auch nicht getrennt im selben Bett ... Leute, ich bin zwar eine Transe, vielleicht inzwischen auch ein Enfant terrible, aber immer noch auch eine Frau von Ehre und Anstand sowie ohne Tadel. Naja, zumindest solange ich nicht so ganz alleine bin; gelle?

Am darauf folgenden Tag nahm er mich dann noch in seinem Mietwagen zu meiner Umschulung mit. Er hatte noch einige berufliche Termine in Stuttgart wahrzunehmen, bevor er wieder nach Madrid zurückfliegen würde. Und, während dieser Fahrt quer durch Frankfurt und den zähen Berufsverkehr, ja genau dann, dann fragte er mich DIE Frage aller Fragen. Die Frage aller Fragen! Nein! Und wieder nein ... nicht DIESE Frage, an die Ihr jetzt sicherlich zu denken glauben möget. Nein, er hielt nicht etwa um meine Hand an ... Wieso auch? Hallo? Wir sind Freunde seit unserer Jugend, ... da hält man nicht mehr um die Hand des anderen an. Auch dann nicht, wenn der eine der beiden anderen sich doch als Frau herausgestellt haben sollte.

Im Leben einer Transe, zumindest in meinem Leben als Frau und Transgender, gibt es DIE zwei Fragen überhaupt! Es mag vielleicht auch an meiner offenen, unkomplizierten Art liegen, mein Andersein, mein Transe-sein zu leben. Die beiden häufigsten Fragen, die ich in den vergangenen sechs (6) Jahren gestellt bekommen habe und immer noch gestellt bekomme ... Also, die zwei "DIE Frage überhaupt" sind ...

"Fühlst Du Dich jetzt glücklich?"

DAS ist DIE Frage überhaupt! Die Frage, die andere mir am häufigsten stellen. Wieso eigentlich ausgerechnet mir? Gelte ich, etwa nur weil ich alleine schon eine Transe bin, als Barometer oder Fachperson in Fragen des "Glücklichseins"? Gibt es etwa eine zwangsläufige Kausalität zwischen dem "Transe-sein" einerseits und dem "Glücklich-sein" andererseits? Bin ich in den Augen der anderen, bin ich also auch in Euren Augen nur deshalb eine Transe, weil ich vorher etwa unglücklich war? War ich vorher etwa unglücklich? Oder, bin ich jetzt erst glücklich? Kann ich nur eine Frau sein, weil ich vorher etwa unglücklich war? Ja aber, müßten dann, wäre diese Kausalität implizit gegeben, nicht alle unglücklichen Männer transsexuell werden, um glücklich sein zu können?

"Fühlst Du Dich jetzt glücklich?"

Auch er, mein Jugendfreund, wie hätte es denn letztlich anders sein sollen können, stellte mir also diese Frage. DIE Frage der Fragen überhaupt! Und, Leute, es mag Euch jetzt wie eine Ironie vorkommen, aber ... Scheiße, ... ich kann diese Frage nicht beantworten. Nein, ich kann diese Frage nicht wirklich beantworten. Zumindest nicht persönlich.

"Das Glück - in sich glücklich sein".

Vor vielen, vielen Jahren erwarben meine Erzeuger irgendwo im entfernten Süden Frankreichs fernab jeglichem touristischen Treibens nahe einem wahrlich winzigen Dörfchen ein kleines Häus'chen. Ein kleines Häus'chen etwas außerhalb dieses kleinen Dorfes, welches sich an einen leichten, bewaldeten Hang schmiegt, oberhalb der dort so typischen Weinberge und Lavendelfelder. Das war so in etwa Anfang der siebziger Jahre und ich noch ein "Bub" von acht (8) Lenzen. Und, während der Schulferien, egal ob Sommer-, Herbst-, Winter- oder Osterferien, verbrachten wir unsere Zeit stets dort in diesem damals so kleinen Häus'chen etwas außerhalb des Dorfes mit seinen knapp zweihundert (200) überwiegend älteren Einwohnern alt-ansässiger Familien.

Das Häus'chen meiner Erzeuger hatte damals übrigens kein Telefon, kein Fernseher, kein Bad, keine Toilette, keine Heizung ... Es bestand im wesentlichen aus zwei Räumen im Erdgeschoß und zwei Zimmern im Obergeschoß sowie einem kleinen Keller. Es war ganz früher eines dieser so typischen Bahnwärter-Häuser gewesen. Aus den Steinen der Gegend gebaut.

Wenn man unten zur Türe das Haus betrat, stand man erst einmal in der Küche, oder dem, was Küche sein sollte. Vom Eingang her blickte man gerade aus auf einen großen Kamin, der früher sowohl als Herd und im Winter als Heizung diente. Rechts des Kamins befand sich dann noch das etwas größere Küchen-Waschbecken und, rechts neben der Türe hatte der Vorbesitzer bereits einen Kühlschrank sowie einen Gasherd für Flaschengas aufgestellt.

Leute, in dem ganzen Haus gab es nur dieses eine Waschbecken und nur diesen einen Wasserhahn mit fließend kaltem Wasser! Nein, es gab kein fließend Warmwasser, keinen Boiler ... nichts. Einzigster moderner Komfort bestand darin, daß der Vorbesitzer inzwischen elektrischen Strom vom Dorf her bis zu dem Haus hatte legen lassen und somit in den Zimmern zumindest Licht zur Verfügung stand.

Und, in der Wildnis, dem Gestrüpp des Waldes umher konnte man sich ach so herrlich verlaufen, verirren und verdursten, wenn es im Sommer so richtig brütend, glühend heiß wurde. Handys gab es zu jener Zeit ja noch lange nicht ...

Aus diesem einst so bescheidenen Häus'chen samt riesen großen Grundstück haben meine Erzeuger im Verlaufe der Jahre dann eine Luxusvilla samt überdachten Pool, Wintergarten, Doppelgarage, drei komfortablen Badezimmern, zwei Küchen, Atelier sowie zahlreichen Antiquitäten gemacht.

Doch zurück zu diesem achtjährigen "Bub", der damals Anfang der Siebziger, es war die Zeit von "The Day Before You Came", jeden Sommer dort unten seine Ferien verbrachte und die Euch hier heute als Frau von "Das Glück - in sich glücklich sein" schreibt. Dieser "Bub" also, verbrachte seine Schulferien ein jedes Jahr dort, weit ab der in jener Zeit sehr wohl schon üblichen moderneren Aktivitäten. Entweder er saß in der Küche an dem großen Holztisch und langweilte sich phantasievolle Luftbilder bis in die Hitze der Nacht hinein, oder er spielte draußen auf dem großen Grundstück, oder durchstöberte ganz alleine, nur in Begleitung von Balou, dem Hund, das wilde, ausgedörrte Waldgestrüpp. Spielen? Spielen womit? Bestenfalls mit der eigenen Phantasie sowie einigen trockenen Zweigen und Grashalmen, einigen Steinen und das war's auch schon.

Es war meistens zu den etwas frischeren Morgenstunden oder zu den etwas späteren Nachmittagsstunden, wenn dann die Sonne etwas tiefer stand und die Hitze nicht mehr ganz so unnachgiebig drückte, als immer ein alter Mann aus dem kleinen Dorf seines Weges kam. Das Häus'chen meiner Erzeuger liegt an einem schmalen, geteerten Feldweg, der von dem Dorf aus in die Weinberge hinausführt. Mehrmals, so etwa drei- bis viermal kam dieser alte Mann aus dem Dorf an unserem Haus vorbei und kehrte nach einiger Zeit wieder zurück. Dabei schob er immer eine längliche Schubkarre aus Holz vor sich her, die, aus dem Dorf kommend, leer war. Mit dieser verschand er, langsam laufend, über den stillgelegten Bahndamm und kehrte von dort wieder zurück. Auf dem weg zurück ins Dorf war seine Schubkarre bis oben hin mit Erde und größeren Natursteinen gefüllt.

Es war ein schon sehr alter Mann, stets in seiner langen, blauen Arbeitshose, seinem Hemd, seiner blauen, langärmigen Jacke und auf dem Kopf trug er stets sein französisches Kappi. Nein, er trug nie kurze Hosen, nie kurze Ärmel, egal wie hoch die Sonne das Thermometer steigen ließ. Auf seinem Weg zurück ins Dorf, mit seiner schwer beladenen Schubkarre lief er noch etwas langsamer. Aber stets gleichmäßigen Schrittes. Hin und wieder setzte er seine Schubkarre ab, um kurz zu verschnaufen oder, um sich mit seinem Stofftuch den Schweiß von der Stirn zu wischen. Sah er uns, so grüßte er freundlich und ging weiter.

Ab und zu kam er in Begleitung einer alten, leicht vor gebeugten Frau des Weges. Sie sammelte wohl im Wald irgendwelche Kräuter und gelegentlich auch Wildblumen.  Es war seine Ehefrau und beide waren zu dieser Zeit schon um die achtzig (80) Jahre alt. Und, mit der Zeit kam man miteinander ins Gespräch, lernte sich kennen und anfreunden. Und, eines Tages, wir waren wieder einen Sommer dort in dem Häus'chen, luden uns diese beiden alten Leute zu sich nach Hause ein.

Zu der Zeit war ich, der damalige "Bub", so etwa zwölf (12) Jahre alt und lebte bereits in Madrid, wo ich mit meinem Jugendfreund die Schule besuchte. Leute, ich sage Euch, ich habe eine Welt kennen gelernt, die sich viele heut zu Tage kaum noch vorstellen werden können dürften. Diese beiden alten Leute wohnten in einem uralten Haus aus Natursteinen in einer einfachen Schlichtheit, wie sie faszinierender kaum sein könnte. Es waren zwei wundervolle Menschen, die ihr ganzes Leben in diesem Dorf zugebracht haben. Nur nach ihrer Hochzeit vor über sechzig (60) Jahren hatten sie ein einzigstes Mal das Dorf verlassen und eine kleine Hochzeitsreise gewagt. Nämlich mit dem Landbus bis in die etwa 14 Kilometer entfernte Kreisstadt, um dort eine Woche in einer Pension zu zweit zu sein.

Einen Führerschein besaßen beide nie; ein Auto erst recht nie. Einen Fernseher, ein Radio oder gar ein Telefon gab es in ihrem Leben nicht; erst, als sie mit achtzig (80) Jahren zu ihrem 60. Hochzeitstag einen Fernseher vom Bürgermeister des Dorfes geschenkt bekamen und den sie nur Sonntags einschalteten. Einen Supermarkt kannten sie nicht und hätten sie auch nie betreten, kam doch einmal wöchentlich ein Verkaufwagen durch die Dörfer, der so das allernötigste mitbrachte, auch auf Bestellung. In ihrem Haus gab es zwar seit zwei Jahren auch fließend kaltes Wasser, aber sie vertrauten doch lieber dem kristallklaren Wasser aus ihrem Brunnen, ob zum Waschen oder ob zum Kochen. In der Küche gab es einen großen Kamin mit alter, gußeiserner Kochstelle, einen uralten Holztisch mit den geflochtenen Holzstühlen und an der Decke eine einzigste Lampe. Genauer gesagt eine Fassung mit Glühbirne, weißem Glasschirm und einem Kabel noch mit Stoff-Ummantelung, wie es früher üblich war; mehr nicht.

Zwei Ziegen, ein kleiner Hühnerstall und ein eigener Gemüsegarten rundeten ihr zu Hause ab. Von der Hektik und dem Unfrieden dieser Welt und der zunehmend ach so modernen Zeiten kannten sie nichts. Ja, doch, sie konnten lesen und schreiben. Und, ja, sie holten sich auch jeden Tag bei der Dorfpost die regionale Tageszeitung ab. Aber, die Welt jenseits dieses 200-Seelen-Dorfes war für sie ewig weit, weit entfernt und, sie vermißten nichts. Überhaupt nichts. Sie waren beide gesund bis ins hohe Alter, geistig wach und in ihrem Leben. Leute, die alte Frau hatte keine Zähne ... aber auch nie ein Gebiss. Dennoch, wenn sie lachte, kam es von Herzen.

In ihrem Gemach schliefen sie seit sechzig (60) Jahren in ihrem immer selben Ehebett mit handgefertigter Matratze aus echter Schurwolle, Rosshaar und Leinen gefertigt. Übrigens, auf solch einer Matratze schläft und liegt man auch noch nach über fünfzig (50) Jahren perfekt wie am ersten Tag.

All dies liegt nun schon so viele Jahre zurück und aus dem "Buben" von damals ist die Frau von heute geworden, die jetzt hier sitzt und Euch von ihrem Jugendfreund erzählt hat und von der Frage der Fragen, die dieser ihr, also mir, gestellt hatte. Vor etwa drei Woche gestellt hatte, und die ich im Grunde nicht wirklich beantworten konnte.

Untröstlich, naja, zumindest ein klein wenig untröstlich, bin ich ja jetzt doch schon, die von mir mit dieser Kurzgeschichte geweckten Erwartungen nicht wirklich erfüllen oder beantworten zu können. Zumindest nich direkt. Aber, da gibt es doch etwas; etwas, das ich für mich mitgenommen habe. Mit auf den Weg in mein Leben. Diese beiden alten Eheleute damals in Südfrankreich hatten stets so ein unbeschreibliches, unendlich tiefes, ruhiges und, vor allem, echtes aus ihren Augen strahlendes Glück ... Glück aus sich selber heraus und in sich selber! Ja, es waren zwei Menschen, Gott habe sie selig, die so unbeschreiblich glücklich in sich waren, wie ich es in meinem bisherigen Leben bei noch keinen Anderen erlebt oder erfahren habe.

Das Glück, in sich glücklich sein ... Dieses Glück wünsche ich mir eines Tages auch erfahren zu dürfen.

Und, damit möchte ich diese meine Kurzgeschichte abschließen und wünsche Euch allen noch einen schönen Abend.

Leonora

5.11.11 14:15

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